| Einige Begriffe zum Satellitenfunk
erklärt
Transponder:
Transponder von Amateurfunksatelliten
funktionieren etwa wie FM-Relais.
Ein von einer Amateurfunk-Station
am Boden zum Satelliten gesendetes Signal wird vom Umsetzer
empfangen und
auf den Satellitenbereich eines anderen Amateurfunkbandes umgesetzt und
wieder
Richtung Erde abgestrahlt.
Bei den "FM-Satelliten" wird
in FM empfangen und gesendet. Bei den "SSB-Satelliten" bleibt die Modu-
lationsart ebenfalls erhalten,
es kann sich jedoch die Seitenbandlage ändern. Aus "USB" wird "LSB"
und die Abstimmrichtung ändert
sich ebenfalls. Sie kann aber auch erhalten bleiben, wie bei RS-12/13
oder
RS-15. Auch FO-20 und FO-29 arbeiten nach diesem Prinzip.
Linear-Transponder:
Schwach beim Satelliten ankommende
Signale werden auch wieder nach dem Umsetzen schwach
abgestrahlt - stärkere
Signale entsprechend stärker. ABER: Alle Signale teilen
sich die maximal zur
Verfügung stehende Sendeleistung des Satelliten.
Eine Übersteuerung bewirkt das Eingreifen der AGC
des Satelliten -
alle Signale werden gleichermaßen abgeschwächt.
Schwache DX-Signale
verschwinden dann ganz im Rauschen.
Daher gilt: Man sollte sein eigenes
Signal nicht lauter vom Satelliten "zurückhören" als man die Bake
des Satelliten hört.
Doppler-Shift:
Diesen Sachverhalt hat der östereichische
Physiker Christian Doppler entdeckt - daher der Name.
Das beliebte Beispiel für
den Dopplereffekt aus der täglichen Praxis ist das mit eingeschaltetem
Martinshorn vorbeifahrende Polizei-Auto.
Bewegt sich eine Signalquelle
- in unserem Fall der Satellit - relativ zur Empfangsstation, so ändert
sich die Frequenz des empfangenen
Signals um einen bestimmten Betrag.
Der absolute Betrag ist direkt
proportional zur benutzten Frequenz und zur Relativ-Geschwindigkeit
der Signalquelle in Bezug auf
die Empfangsstation. Größere Geschwindigkeiten und höhere
benutzte
Frequenzen ergeben also größere
absolute Beträge.
Ob die empfangene Frequenz um
diesen Betrag niedriger oder höher wird hängt davon ab, ob sich
die
Signalquelle von der Empfangsstation
entfernt oder sich ihr nähert: die Wellen werden bildlich gesehen
"gestaucht" oder "auseinandergezogen".
Bei fester Geschwindigkeit und
fester QRG ergibt sich also auch eine feste Frequenzabweichung - das wäre
nicht weiter schlimm beim Funken über den Satelliten. Leider bewegen
sich Satelliten auf ihren Bahnen um die Erde mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
- im erdfernen Bereich langsamer als im erdnahen. Und auch die Geschwindigkeiten
relativ zur Bodenstation ändert sich ständig.
Eine Geschwindigkeitsänderung
bewirkt eine andere (!) Dopplershift - unsere Empfangs-QRG´s ändern
sich also laufend. Um es aber so richtig kompliziert und unübersichtlich
zu machen geschieht das
Ganze nicht nur auf der Abwärts-,
sondern auch auf der Aufwärtsstrecke.
Uplink/Downlink
"Uplink" nennt man die Funkverbindung
von der Bodenstation hoch (up) zum Satelliten.
Die umgekehrte Richtung nennt man "Downlink" runter (down),
vom Satelliten zum Boden.
Azimut/Elevation
Unter Azimut versteht man den
"Seitenwinkel". Es ist ein in Grad ausgedrückter Wert, der den Ausrichtungswinkel
einer Antenne in Bezug auf den Norden beschreibt. Zum Beispiel hat der
Süden einen Azimut von 180° bezogen auf den Norden.
Als Elevation "Höhenwinkel"
bezeichnet man den Neigungswinkel einer Satellitenantenne nach oben
in den Himmel. Höhenwinkel,
d. h. der Winkel zwischen Horizont und Satellit.
Geeignete Satelliten für
"Einsteiger":
Satellit
Modulation
Uplink
Downlink
RS-12/13
SSB
2 m
10 m
RS-12/13
SSB
15 m
2 m
AO-10
SSB
70 cm
2 m
FO-20
SSB
2 m
70 cm
FO-29
SSB
2 m
70 cm
AO-27
FM
2 m
70 cm
UO-14
FM
2 m
70 cm
(SAT-Frequenzen und Infos zum
Satellitenfunk bei QSLonline unter dem Stichwort ´satellit´
zu finden)
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