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Kids Day
Nächste Termine06. Januar und 16. Juni 2018
Die Zukunft des Amateurfunks hängt in höchstem Maße von unserem Nachwuchs ab.
Positive Erfahrungen in jungen Jahren sind der beste Grundstein dafür. 
       (Zitat: DK5DF)

Bisher 2 x jährlich findet weltweit, für alle am Amateurfunkgeschehen interessierten Kinder und für den Amateurfunk "missionierend" werbende Funkamateure, ein sog. "Kids Day"  statt.
Der Initiator, dieser Werbung für den Amateurfunk, ist die amerikanische Amateurfunkvereinigung ARRL.
  
Aber auch aus Deutschland sind an den (eigentlich von und für die USA vorgeschlagenen Terminen) Kinder von der Station des Vaters, Opas, Onkels oder sogar mal eines netten Nachbarn "On the Air".
Die Zeiten decken sich nicht mit denen in  USA (!) aber es ist ja auch kein DX-Kontest.
Als sehr günstige Tageszeiten haben sich
in DL die Vor-und Nachmittagstunden bewährt.
Da können Kinder untereinander Funkkontakt aufnehmen.
Für Aktivitäten sind das 80-und 40m-Band und örtliche UKW-Relais gut geeignet.

 Vorgeschlagene QRGs (USA): | Zeiten (UTC):
 14,270 ... 14,300 MHz              |  18.00 Uhr 
 21,380 ... 21,400 MHz              |     bis
 28,350 ... 28,400 MHz              |  24.00 Uhr
             Vorschlag für DL:       |  Zeiten (Ortszeit)
           3.685 MHz  +- QRM    |  15.00 -17.00 Uhr
           7.085 MHz  +- QRM    |  10.00 -12.00 Uhr
 FM-Relais  u. 145.450 MHz
  |  10.00 -17.00 Uhr

In DL sind KidsDay-Gruppen meist tagsüber und stets mit Ausbildungs-Rufzeichen (DN-Calls) aktiv.
Es fehlt an einer Initiative des DARC für eine ganz spezielle "Kids Day"- Variante in Deutschland!
Solch ein Aktionstag könnte gern auch "Kinder funken", "Kinder-Funktag" o.ä. heissen. 
DARC-Mitglieder (nur Diese) können sich hier über den Kids-Day informieren.
https://www.darc.de/der-club/referate/ajw/jugend/#c29203
Nachwuchsförderung sollte vor der Zielstellung "Mitgliederwerbung" stehen!  Das sehen DARC-Verantwortliche wohl ganz anders. 
Eine der Möglichkeiten, den Amateurfunkdienst in Deutschland langfristig Überlebensfähig zu erhalten, wird leichtfertig verschenkt! 
Die amerikanischen Funkamateure, d.h. ihr Verband (ARRL), haben längst die Chancen erkannt und die Initiative ergriffen. 
Auf der ARLL- Webseite können interessierte Funkamateure (weltweit) auf die bereitgestellten Materialien und Informationen zugreifen!

Der österrreichische OEVSV ist an jedem KidsDay mit einer Sonderstation QRV. 


   Gute Idee!
 
"Blunatal"
 
AUFWACHEN...


Wenn  Du, als QSO-Partner,  ein Kind am Mikrofon hast:
- Keine Afu-Fachausdrücke (TRX, Beam u.ä.).
- Keine Q-Gruppen oder Abkürzungen nennen.
- Keine Selbstdarstellungen und Stationsvorstellung.
  
Aber unbedingt:

- Dem Kind eine einfache Frage stellen, die es beantworten kann!
- Kurz erzählen wie man selbst, in welchem Alter und Gelegenheit, zum Amateurfunk kam und besondere Funkerlebnisse erwähnen.
- "Viel Spaß beim Funken" und viele Verbindungen wünschen sowie die Bestätigungskarte zusagen (mit Namen des Kindes darauf) !
- Die QSL zeitnah abschicken, über das Büro (nicht LoTW oder eQSL), besser direkt an das Call des Chief-OP der Kids Day-Station.
   
Nun zur Praxis der "Kids"-Station:
Das zu nennende Rufzeichen ist immer das DN-Rufzeichen des verantwortlichen Funkamateurs der erklärend(meist auch sufflierend),
in jedem Falle stets Helfend und Aufmunternd, neben dem Kind sitzt.
Wenn ihm ein DN-Call zugeteilt wurde, sollte er die Kinder natürlich auch unter diesem Ausbildungsrufzeichen  funken lassen!
Vom verantwortlichen Funkamateur wird auch die Bestätigungskarte für das teilnehmende Kind bereitgehalten und verschickt.
Er gibt ankommende Bestätigungskarten an "sein" Kind weiter, welches gewiss schon sehr ungeduldig darauf warten wird. 
Deshalb werden meist "Kids Day-QSLs" auf direktem Wege verschickt um Erfolgserlebnis "Funken" in zeitliche Nähe, als Belohnung von
Mut und Ausdauer, mit dem Erhalt einer QSL zu bringen.
  
Hinweis:
Nach etwa 15 bis 20 Minuten lässt die Konzentrationsfähigkeit eines Kindes sehr stark nach!

Die Kinder sollten möglichst selbst ihre QSLs ausfüllen, die auch die 4 Gruß-Informationen beinhalten, welche
die Kinder in den Grußbotschaften untereinander austauschen:

1.   Vorname
2.   Alter 
3.   Wohnort
4.   Lieblingsfarbe

Teilnehmerdiplome können als PDF-Datei von der ARRL-Webseite heruntergeladen werden.
Alt:
http://www.arrl.org/files/file/Youth/Kids_Day_Certificate_1.pdf
Neu:
http://www.arrl.org/files/file/Kids%20Day/2015%20Kid%27s%20Day%20Certificate%20without%20crops%20indd.pdf"

Tipp: Schon zur Vorbereitung des "Kids Day" diese PDF-Dateien auf dem PC bereithalten.
Vielleicht schafft es der DARC auch einmal, so etwas in Deutsch zur Verfügung zu stellen!


Gesetzliche Gegebenheiten zu Grußbotschaften und "Drittenverkehr" ohne DN-Call.
(Quelle:  Juristische Verbandsbetreuung des DARC. "CQ DL" Heft 8/2001)

Zur Frage der Zulässigkeit der Übermittlung von Grußbotschaften liegt uns ein Schreiben des damaligen Mitarbeiters für Amateurfunk in der RegTP
(Herrn Gabriel) vor.
Das seinerzeit aus Anlass der jährlich stattfindenden weltweiten Treffens der Pfadfinder über Funk "JOTA"
(Jamboree On The Air) erstellte Schreiben ist im Original handschriftlich verfasst und von uns abgeschrieben worden.
Er stellt zwar auf die "alte" Gesetzeslage der DV-AFuG ab, jedoch haben weder das neue Amateurfunkgesetz noch die Amateurfunkverordnung von 1997 die so genannten
Grußbotschaften eingeschränkt oder einschränken wollen.
Insofern dürfen reine Grußmeldungen mit Namensnennung oder Ähnlichem auch von dritten Personen ausgehen oder sogar für dritte Personen bestimmt sein.
So sind die Grußbotschaften von Dritten  (gemeint sind  "Nichtfunkamateure") weder geregelt noch reglementiert. Grußbotschaften von Funkamateuren an Dritte sind unseres Erachtens ebenfalls nicht reglementiert, da das Verbot im AFuG 1997 § 5 Absatz 5 Satz 2 nur Nachrichten, die nicht den Amateurfunkdienst betreffen, für und an Dritte reglementieren will. Ein reiner Gruß stellt unserer Meinung nach aber noch keine Nachricht dar.
Unabhängig von dieser evtl. noch gemeinsam mit der RegTP abzustimmenden Frage, sind jedenfalls Grüße von Dritten an Funkamateure oder weitere Dritte von dem Verbot im § 5 Absatz 5 Satz 2 AFuG nicht erfasst.
Unter derartige Grußbotschaften fällt der Gruß von einem Ehepartner des Funkamateurs ebenso wie der Gruß eines Bürgermeisters, der auf einer Amateurfunkveranstaltung zum Mikrofon greift sowie auch Grüße im Rahmen des sog. Kids Day.
Besitzt beim Kids Day ein verantwortlicher Funkamateur ein Ausbildungsrufzeichen, kann sogar Ausbildungsfunkbetrieb unter unmittelbarer Anleitung und Aufsicht für interessierte Kinder stattfinden.
Bestätigt wird unsere Ansicht zu den Grußbotschaften auch durch ein Schreiben des damaligen Bundesministeriums für Post und Telekommunikation vom 14. Februar 1997.
Darin lautet es zum Thema Übermittlung von Grußbotschaften:
An dem bisher zugestandenem Recht der Übermittlung von Grußbotschaften im Amateurfunkdienst will keiner rütteln, und es soll auch keine Geldbuße nach sich ziehen, wenn Informationen über den Amateurfunkdienst verbreitet werden."
Im zweiten Teil des Schreibens des BMPT wird dabei eine zweite von der Frage der Zulässigkeit einer Grußbotschaft unabhängige Antwort gegeben.
Der bereits oben erwähnte §5 Absatz 5 Satz 2 AFuG lautet:
"Der Funkamateur darf Nachrichten, die nicht den Amateurfunkdienst betreffen, für und an Dritte nicht übermitteln."
Dieses Verbot besagt aber nicht, dass Funkamateure Dritte nicht über den Amateurfunkdienst informieren dürfen und damit für den Amateurfunkdienst nicht werben können.
Sie können beispielsweise zum Besuch von Flohmärkten oder Fielddays anregen. 
Auch in Rundsprüchen darf sich an Dritte gerichtet werden.  §5 Absatz 5 Satz 2 AFuG soll insbesondere das strenge Verbot der VO Funk (nunmehr "Radio Regulations") durchsetzen, Amateurfunkstellen für die Übermittlung von internationalem Verkehr zu benutzen, der von Dritten ausgeht oder für Dritte bestimmt ist.
Der Funkamateur soll solche Nachrichten also nicht für und an Andere übermitteln.

In der "Newsletter 6/16 des DARC ist zu dem Thema nun folgendes zu lesen:
Damit angehende Funkamateure unter Aufsicht eines Funkamateurs auf Sendung gehen dürfen, ist in DL allerdings ein Ausbildungsrufzeichen erforderlich.
Der Antrag auf ein Ausbildungsrufzeichen ist formlos in schriftlicher Form an die Bundesnetzagentur-Außenstelle zu richten, die für den Antragsteller zuständig ist. Das Rufzeichen wird auf unbestimmte Zeit erteilt und kostet einmalig 70 Euro.
Auch wenn Ihr selbst keine Aktion zum Kids Day veranstaltet, könnt Ihr natürlich den CQ-Ruf einer Kids Day-Station beantworten. Sprecht dann bitte besonders langsam und deutlich und nennt neben dem Rufzeichen auch gleich Euren Namen.
Vermeidet Fachausdrücke und Stationsbeschreibungen.
Erzählt lieber kurz, warum und wie Ihr zum Amateurfunk gekommen seid und was Euch daran begeistert.
Eine einfache Frage gefolgt von einer eindeutigen Mikrofonübergabe hält das Gespräch mit den Kids im Fluss.
Natürlich sollte jede Verbindung zeitnah mit einer QSL-Karte bestätigt werden, damit die Teilnehmer sich später ein Andenken abholen können.
Bis bald, wenn es wieder lautet: „CQ Kids Day“.
Quelle:
Annette Coenen, DL6SAK, DARC AJW Hessen
                                                                              
  
Information: DM2FDO


                                          
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